Der aktuelle Wirbel um Content Marketing vernebelt dessen lange Historie. Neue Möglichkeiten im Internet multiplizieren allerdings die Macht von Inhalten enorm.

Als strategischer Ansatz schafft und verteilt Content Marketing plausible Inhalte für Zielgruppen. Letztlich stehen dahinter meist profitorientierte Motive von Unternehmen. Dazu bauen effektive Inhalte hinreichendes Vertrauen auf, um Verhalten zu ändern: Zutreffende Information löst Probleme von Rezipienten, die sich damit dem Sender innerlich nähern. Als Quellen jener Informationen profitieren Unternehmen also von hilfreichem Content: Er unterhält mit nützlichen Informationen.

Content verbreitet sich über Websites von Unternehmen und Blogs sowie Social Media: Facebook und Twitter befeuern Content Marketing erheblich. Weiter verteilen E-Books und White Papers sowie Webinare und Videos jene Nutzinformationen.

Ultimativ bindet effektiver Content seine Zielgruppe an Unternehmen und Marken. Dazu pflegen Sender ihre Inhalte kontinuierlich, während sie neue Informationen schaffen. So lässt sich einmal erreichtes Verhalten der Kunden verstärken und festigen. Mithin gilt Content Marketing als steter Prozess innerhalb umfassender Marketingstrategien.

Praktisch baut Content Marketing sein Zielpublikum auf und pflegt es mit Blick auf Umsätze. Damit fördert dieses Marketing die Buyer’s Journey, die mit attraktiven Inhalten beginnt. Beispielsweise ziehen Blogs mit interessanten Keywords zunächst Fremde zur Website des Senders. Dort konvertieren Calls-to-Action auf Landingpages jene Erstkontakte in Leads. Automatisierte Nachrichten an jene stärkeren Kontakte ergeben schließlich Umsatz. Diese neuen Kunden gleiten damit in das Customer-Relationship-Management von Anbietern. Jener Prozess versorgt existierende Kunden weiterhin mit effektivem Content. Diese Pflege wandelt Kunden langfristig in kostenfreie Promotoren von Unternehmen.

Dieser Gesamtprozess des Content Marketing ist erheblich älter als sein Anglizismus: Unternehmen benutzen schriftliche Inhalte schon seit mindestens dem ausgehenden 18. Jahrhundert zur allgemeinen Bildung ihrer Klientel. Beispielsweise informierte John Deeres „The Furrow Magazine“ 1895 Landwirte über innovative Technologien. 2012 nutzte Coca Cola eine prinzipiell vergleichbare, vordergründig uneigennützige Strategie.

Kontinuierliche Ströme von Infotainment halten die Aufmerksamkeit der Verbraucher. Diese Informationsfluten erzwingt die permanente Konnektivität, über die zahllose Sender um Aufmerksamkeit konkurrieren. Zudem erfordert jene Situation hochwertige Suchmaschinenoptimierung (SEO) der Inhalte: Nur gefundener Content wirkt auf seine Rezipienten – und sie finden ihn meist mit Suchmaschinen.

Insgesamt folgt, dass Unternehmen im Content-Markt per SEO konkurrieren. Dort spielt unterhaltsame Nutzinformation gemeinsam mit Produkten die wichtigste Rolle: Langfristiger Produktverkauf entsteht nur aus effektiven SEO-Inhalten.