In der jährlichen durchgeführten mIndex-Studie wurden auch 2016 wieder viele Websites von deutschen mittelständischen Unternehmen unter die Lupe genommen. Die Websites von knapp 5000 Unternehmen aus 15 verschiedenen Branchen wurden dabei analysiert. Per Zufallsprinzip wählten die Tester fünf bis neun URLs aus jeder Internetpräsenz aus und untersuchten diese auf verschiedene Faktoren. Dabei stellte sich heraus, dass viele Websites bei der meistgenutzten Suchmaschine Google nur eine sehr geringe Sichtbarkeit hatten. Besucher haben daher kaum Chancen auf diese Webseiten zu gelangen, da sie diese in den Suchergebnissen schlichtweg nicht finden. Die Experten nennen folgende SEO-Fehler als Hauptgründe für die schlechte Sichtbarkeit:

Der Content wird vernachlässigt

Google, wie auch die anderen Suchmaschinen, arbeitet textbasiert. Daher sind ausführliche Texte in ausreichender Anzahl, die sich thematisch mit dem Wirken des Unternehmens befassen, der grundlegende Baustein für eine gute Positionierung in den Suchmaschinen. Auf vielen der untersuchten Webseiten befanden sich zu wenige Textbeiträge und diese waren mit durchschnittlich 223 Wörtern eher kurz gehalten. Oftmals fehlten darüber hinaus in den Texten die entsprechenden Keywords, sodass Google die Texte als wenig relevant einstufte.

Meta Description und Titel werden nicht gepflegt

Auch in diesem Bereich des Onpage SEO taten sich die Unternehmen schwer. So hatten viele URLs keine Titel oder auf allen Unterseiten wurde derselbe Titel verwendet. Lediglich für 33 Prozent aller URLS wurde die Meta Description eingepflegt. Die Meta Description ist die kurze Zusammenfassung in schwarzer Schrift, die bei den Suchergebnissen von Google unter dem Titel der Seite angezeigt wird. Sie bietet eine wichtige Orientierungshilfe für den Nutzer und erhöht seinen Anreiz die Seite aufzurufen.

Bilder-SEO

Oft vernachlässigt wurde laut der Studie das Bilder-SEO. Nicht wenige Besucher gelangen über die Bildsuche auf eine Website, auch die Position bei der allgemeinen Suche kann sich durch eine Optimierung der Bilder verbessern. Bei der Beschreibung des Bildes besteht die Möglichkeit ein Longtail Keyword zu verwenden, also eine Aneinanderreihung von mehreren Keywords. Der Titel eines Bildes bietet die Möglichkeit kurze Sätze zu verfassen, in denen ebenfalls die gewünschten Schlüsselbegriffe enthalten sind. Darüber hinaus wurde bei der Studie festgestellt, dass nur bei 15 Prozent der aufgerufen Bilder Gebrauch vom Alt-Attribut gemacht wurde. Das Alt-Attribut dient der Barrierefreiheit und wirkt sich zugleich als positiver Ranking-Faktor aus.

Webseiten sind nicht responsiv

Da die Nutzung der mobilen Geräte wie Smartphone oder Tablets rasant zunimmt, bevorzugt Google seit dem Jahr 2015 bei der mobilen Suche die responsiven Seiten. Eine auch für den kleinen Bildschirm der mobilen Geräte optimierte Seite erfreut also nicht nur den Nutzer, sondern wirkt sich auch positiv auf die Platzierung in der Suchmaschine aus. Dennoch verzichteten knapp drei Viertel der Unternehmen auf eine responsive Gestaltung ihres Internetauftritts.

Social Media findet keine ausreichende Berücksichtigung

Unter Social Media versteht man Plattformen, auf denen die User sich gegenseitig austauschen, mediale Inhalte teilen und eine Gemeinschaft bilden. Die bekanntesten Social Media-Seiten sind Facebook, Twitter und die Videoplattform YouTube. Viele Unternehmen haben in diesen Diensten auch einen Auftritt, allerdings nutzt nach der mIndex-Studie nur jedes dritte Unternehmen die Chance von der eigenen Webseite auf seine Präsenzen in den sozialen Netzwerken zu verlinken.