Linkbuildung oder Content – oder beides? Insbesondere erstere SEO-Maßnahme läuft 2016 nicht mehr so ab wie vor einigen Jahren noch. Modernes Linkbuilding wird allein durch permanente Google-Updates, wie zuletzt Penguin 4.0, ständig verändert. Suchanfragen wurden plötzlich kontextsensitiv und regional betrachtet, anorganische Linkbuilding-Farmen sind ebenfalls keinen Cent mehr wert. Links in Kommentaren und auf Foren oder ein Austausch mit einem einzigen Partner sind daher wenig hilfreich, um Besucher auf die eigene Seite zu locken – aber mit einigen langfristig gedachten Methoden funktioniert Linkbuildung eben auch heute noch.

Content ist alles? Nicht ganz…

Content-Marketing könnte dauerhaft zum Problem werden, wenn sich praktisch jedes Unternehmen auf diese Form der Werbung verlässt. Denn: Überfluten alle Marketingverantwortlichen Webseiten, Blogs und soziale Netzwerke mit Content, wird es zunehmend schwer, die guten von den schlechten Inhalten zu trennen oder überhaupt die Zeit zu finden, diese Inhalte zu konsumieren. Letztendlich landen wir, sobald alle Inhalte auf einem ähnlichen Niveau angelangt sind, wieder in den Zeiten vom homogenisiertem Content, der sich nicht voneinander abgrenzt.

Die Lösung lautet daher: Linkbuilding muss mit gutem Content kombiniert werden, um den Leser trotz Content-Flut auf die eigene Webseite zu lenken. Um jedoch Linkbuilding überhaupt möglich zu machen – wir erinnern uns an den pessimistischen Ausblick am Anfang dieses Artikels –, ist eine neue Komponente notwendig geworden: Online-PR.

Gezieltes Marketing als Ersatz für Linkbuilding
Damit Linkbuilding überhaupt funktioniert, ist eine intensive Planungsphase unerlässlich – und zwar aus den folgenden Gründen:

1. Spam in Kommentaren, Foren, bei Facebook und auf anderen Webseiten reicht nicht, sondern wird von Google sogar abgestraft. Das heißt: Bevor Links zu bestimmten Webseiten gesetzt werden, sollten Zielgruppen und Zielplattformen sorgfältig gewählt werden. Gastbeiträge sollten auf themenverwandten Webseiten mit Einfluss erscheinen und nicht etwa auf kleinen, langfristig wahrscheinlich irrelevanten Blogs. Nur so ist eine dauerhafte Steigerung der Sichtbarkeit vorstellbar.

2. Content kostet Geld. Umso wichtiger ist es, dass Linkbuilding sofort funktioniert und „Experimente“ ausbleiben sollten. Online-PR-Agenturen wissen, wo welche Links wann angebracht sind und können mit ihrem Einfluss den Leser oft genug in die richtige Richtung lenken. Eine echte Strategie für das Linkbuilding fehlt? Dann sollte eine solche Agentur das Ruder übernehmen, damit der Kunde den Content am Ende tatsächlich liest und am besten zu einem neuen Kunden oder Stammleser wird.

Linkbait-Artikel müssen funktionieren

2015 gerne genutzt, heute jedoch oft vom Nutzer verschmäht: Link- oder Clickbait-Artikel. Diese Beiträge, die meist in einer Form à la „Frau wird von Hund angegriffen! Du ahnst gar nicht, was als nächstes passiert…!“ verfasst sind, sollen Leser locken – aber der offensichtliche „Ich bin ein Köder, bitte klick mich an“-Stil dieser Beiträge hat dazu geführt, dass sich Suchmaschinen davon nicht mehr beeindrucken lassen. Wenn es auch 2016 noch funktionieren und reale Nutzer ansprechen soll, muss die Art der Überschrift passen:

  • Gewinnspiele zünden noch immer. Sie sollten stets in Verbindung zum Unternehmen stehen.
  • Länger als eine typische Meta-Description mit 165 Zeichen sollte die Überschrift nicht sein.
  • Der Stil muss sich am Partner orientieren, der den Link schalten soll. Seriös, umgangssprachlich, freundlich oder neutral – die Form muss passen, um keinen unprofessionellen Bruch zwischen Linkgeber und Ziel darzustellen.

Mit anderen Worten: Das Linkbuilding hat 2016 zum Content aufgeholt. Nicht mehr die Masse entscheidet, sondern die Klasse.