Pagespeed-Optimierung: Seitenladezeit verbessern.

Eine sehr entscheidende, aber zugleich auch grundlegende SEO-Maßnahme ist die Optimierung der Ladegeschwindigkeit (Pagespeed-Optimierung) einer Seite. Viele potentielle Kunden brechen bereits den Seitenaufruf ab, wenn sich herausstellt, dass die Seite zu langsam lädt. Immer wieder zeigen Datenauswertungen, dass auch andere Kennzahlen wie die Conversion Rate sich dramatisch verschlechtern bei einer langsamen Ladegeschwindigkeit. Darüber hinaus hat Google die Ladezeit, auch PageSpeed genannt, offiziell zum Ranking-Faktor erhoben. Langsam ladende Seiten werden also auf die hinteren Plätze der Suchergebnisse verwiesen. Wer auf professioneller Basis eine Website betreibt, sollte daher ein hohes Augenmerk auf die Ladezeit haben. Das von Google selbst bereitgestellte Tool PageSpeed Insights gibt erste wichtige Hinweise zur Optimierung der Ladegeschwindigkeit.

Besucher werden durch schlechte Ladezeiten vergrault

Firmen wie Google und Amazon.com oder Yahoo haben ein vitales Interesse daran zu wissen, wie ihre Nutzer ticken und welche Parameter ihr Surfverhalten beeinflussen. Daher führen diese Unternehmen immer wieder Untersuchungen durch und sind zu frappierenden Ergebnissen gelangt, die eindeutig zeigen wie wichtig ein guter PageSpeed für den Erfolg einer Website ist. So hat der Marktführer im Bereich E-Commerce Amazon.com festgestellt, dass für jede 100 Millisekunden, die eine Seite länger braucht um zu laden, die Verkäufe um ein Prozent zurückgehen. 500 Millisekunden zusätzliche Ladezeit resultieren in 25% weniger Suchanfragen bei Google. Der wahrscheinliche Hintergrund: Bei zu langen Ladezeiten verlieren die User ganz die Lust am Internet und schalten ab. Yahoo ist zu dem Ergebnis gelangt, dass eine nur um 400 Millisekunden erhöhte Ladezeit bei einer Webseite, fünf bis neun Prozent der Besucher dazu veranlasst den Aufbau der Seite ganz abzubrechen. Bereits aus diesen wenigen Beispielen wird deutlich, warum der Suchmaschinengigant Google der Ladegeschwindigkeit eine immer größerer Bedeutung beimisst.

Die Ladezeit als Ranking-Faktor

Schon seit dem Jahr 2009 misst Google intern die Ladezeit von Webseiten und inzwischen hat das Unternehmen offiziell bekannt gegeben, dass die Ladezeit in das Ranking der Suchmaschine einfließt. Das bedeutet, eine Seite mit langsamer Aufbaugeschwindigkeit hat es schwerer in die obersten umkämpften Plätze der Ergebnisse zu gelangen, selbst wenn die Seite eine hohe Relevanz in Bezug auf das eingegebene Suchwort aufweist. Vieles spricht für eine weiter steigende Bedeutung des PageSpeeds in der Zukunft. Im Jahr 2015 hat Google beispielsweise damit experimentiert in der mobilen Suche bei langsamen Seiten ein Warnzeichen mit der Aufschrift „Slow“ anzuzeigen. Sowohl die User werden also durch eine Seite mit langer Ladezeit abgeschreckt, als auch Google betraft Seiten mit schlechtem PageSpeed aktiv durch einen Malus beim Ranking. Daher wird die PageSpeed-Optimierung in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Maßnahmen zur Pagespeed-Optimierung

PageSpeed Insight von Google ist ein nützliches Tool, das dem Webmaster einen einfachen Überblick über die Ladezeit seiner Seite gewährt. Es zeigt auf einer Skala von 0-100 an, wie gut die Seite für eine hohe Ladegeschwindigkeit optimiert ist. Darüber gibt es wertvolle Hinweise, wie der Seitenbetreiber den PageSpeed erhöhen kann. Wer der Reihe nach die Vorschläge des Tools abarbeitet, wird mit einem besseren Ergebnis und einer schnelleren Seite belohnt. Einige der Tipps wie Komprimierung der Bilder lassen sich dabei schnell umsetzen, andere wie die Optimierung externer Skripte erfordern weitergehende Maßnahmen. Hier muss eine Abwägung zwischen einem eventuellen Geschwindigkeitsvorteil und dem Aufwand erfolgen.